Das Gleisbildstellpult

Der Fahrdienstleiter löst die Ausfahrstrasse aus Gleis 6 in Richtung Bergbahnhof aus, die Steuerung gibt die Meldung aus: Fahrstrasse vorgemerkt. Sobald die Strecke frei ist läuft die Fahrstrasse ein: Nacheinander schalten die Weichen, die Lagemelder leuchten auf und jeweils gleich danach der Verschlussmelder. Weichen zum Flankenschutz werden ebenfalls geschaltet, aber bei diesen leuchtet nur der Verschlussmelder. Als alle Weichen geschaltet waren leuchtet die komplette Fahrstrasse gelb auf und der Fahrstrassenfestlegemelder leuchtet ebenfalls. Zum Schluss gehen alle Signale entlang der Fahrstrasse in Fahrtstellung.

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Nach wenigen Sekunden setzt sich der Zug langsam in Bewegung. Abschnittsweise wechselt die Farbe der Fahrstra├če von gelb nach rot. Die Abschnitte, die der Zug verlassen hat verlöschen, nur die Verschlussmelder leuchten noch. Passierte Signale fallen zurück auf Halt.

Der Zug löst automatisch folgende Fahrstrassen aus, hier ist Selbstblockbetrieb eingestellt. Erst als der Zug die eingestellte Fahrstrasse komplett verlassen hat, wird diese aufgelöst: Alle Melder verlöschen. Wenn der Folgeblock außerhalb des Bahnhofsbereiches liegt zeigt noch eine blaue LED an, das dieser Block belegt ist.

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Das oben abgebildete Stellpult ist das aktuelle. Angefangen hat das aber ganz klein...
Hier stehen weiter Details und Fotos.

Das erste Stellpult (Arnold)

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Mein erstes Stellpult, damals noch mit analogem Fahrbetrieb, war auf einer Kunststoffplatte aufgebaut. Die meisten Bauteile waren von Arnold, Taster mit Rückmeldung. Diese Taster waren mit speziellen Glühbirnchen bestückt (Preis ca. 1 DM). Als das Stellpult eine bestimmte Größe erreicht hatte, stiegen die Betriebskosten für die Glühbirnchen auf ca. 3 DM pro Betriebstag. folglich habe ich nach anderen Lösungen mit LED gesucht. In dem großen Loch rechts war die Drehscheibensteuerung.


Das zweite und dritte Stellpult

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Ich entwickelte ein Stellpult mit einem ähnlichen Aufbau wie das heutige: Tragrahmen aus Alu-Profilen, geätzte Platinen für die Basisverdrahtung mit Tastern, Schaltern und LED. Die Taster entsprachen dem Prinzip "Arnold" mit Rückmeldung. Es gab noch keine Anzeige der Fahrstrassen, nur Weichen- und Signalstellungen. Die Oberfläche bestand aus Kunststoffrasterplatten, die mit mehreren Lagen DC-fix beklebt waren: Zu unterst eine schwarze Folie, darüber eine strukturierte weiße Folie. Das Gleisbild wurde mit dem Bastelmesser ausgeschnitten.

GBSua4 LGBSua5 Nach Anschaffung der MPC-Steuerung habe ich dieses Stellpult nach und nach umgebaut: Im MPC-Bereich wurden die Kupferbahnen teilweise abgelöst (heißmachen und abziehen), neue Taster eingeklebt und LED für Fahrstrassen montiert. Als Gegenstück für die Bauteile dienten Lochrasterplatinen mit Lötpunkten, nach bedarf Stückchen mit 2 oder 4 Lötpunkten. Die Oberfläche musste meistens neu beklebt werden. Dieses Stellpult ähnelte bereits dem Vorbild, wenn auch noch viele Melder und Anzeigen fehlten.


Das aktuelle Stellpult

GBS1 Das vorläufig letzte Stellpult ist nach DrSp60-Vorbild gebaut. Basis für dieses Stellpult ist das Buch "DrSp60-Stellwerke bedienen - Teil A" aus dem Eisenbahn-Fachverlag. Dadurch hat sich die Anzahl der LED im Vergleich zum vorhergehenden Stellpult mehr als verdoppelt (+ 600 LED). Es waren auch deutlich mehr Taster erforderlich. Eine detaillierte Beschreibung liegt hier im pdf-Format.

Das Stellpult ist 2-teilig ausgeführt, der größere rechte Teil umfasst den kompletten Hauptbahnhof, auf dem linken Teil sind alle anderen Bereiche untergebracht. Auf dem diesem Teil befinden sich das Fahrpult, die beiden Schattenbahnhöfe der Hauptstrecke (orange und gelb), der Schattenbahnhof der Nebenstrecke und Streckenblöcke (grün), darüber der kleine Durchgangsbahnhof und ganz oben der Bergbahnhof.

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Auf dem Stelltischteil des Hbf ist die Strecke orange hervorgehoben, oben rechts ist die Nebenbahn angebunden. Auf der Hauptstrecke rechts befindet sich ebenfalls der Bahnübergang, der zugehörige Tastenblock darüber ist gelb hinterlegt. Unter dem Bahnhofsbereich befinden sich die Anschlussgleise der Industrieanlagen. Rechts ist das Bahnbetriebswerk, die Drehscheiben sind dort nur symbolisch dargestellt. Die grüne Ecke unten ist aus Platzgründen ausgekuppelt, dieser enthält 4 Abzweiggleise zu Lokschuppen. Dafür ist im Plan ein Symbol eingefügt. An einer Stelle etwas in Bildmitte ist eine Gleisverbindung versetzt dargestellt - zwischen Weiche und Kreuzungsweiche.

Neben dem Stellpult befindet sich die Steuerung für die Drehscheiben.



  Modellbahn

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