Mit dem Rad im Engadin 2009 (Silvaplana)

Auf dieser Seite finden sich einige ausgewählte Radtouren rund um Silvaplana. Zu jeder Tour gibt es Hinweise und Anregungen. Diese Touren wurden so im Juli/August 2009 gefahren, die Routen wurden mit Magic Maps geplant. Start und Ziel sind Silvaplana. Die Tracks können als gpx-Dateien geladen werden. Auch die Anzahl der Trackpunkte wurde reduziert und die Höhenprofile geglättet.
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Eine Runde um St. Moritz

moritz2D Länge: 21 km, Höhendifferenz: bergauf 260 m, bergab 260 m,
Höchster Punkt: 1860 m, Tiefster Punkt: 1716 m
Strecke: Silvaplana - St. Moritz Bad - Lej da Staz - Celerina - St. Moritz - Silvaplana
GPS-Daten: Moritz.zip

Das ist eine einfache Rundfahrt auf gekiesten Wegen mit einer knackigen Steigung. Die Route führt auf die andere Seite des Silvaplanasee und dann links hinauf in Richtung St. Moritz Bad um den Lej da Champfér herum. Dann hinunter zum jungen Inn, hinter dem Hotel Kempinski und oberhalb des Moritzsee durch den Wald zum Lej da Staz. Da gibt es ein gutes Restaurant, wo wir einen Regenschauer abwarteten. Es folgt eine lange Abfahrt auf einem breiten Waldweg bis hinunter nach Celerina. Vorsicht, hier fahren auch Kutschen und das Bremsen auf Schotter ist schwierig.

mschlange sangian skeleton
Wolkenformation Malojaschlange Tiefster Punkt, San Gian Rampe neben der Skeletonbahn

Man fährt durch den kleinen Ort Celerina bis zum Zielbereich der Bob- und der Skeletonbahn. Nun muss man sich entscheiden, auf der Strasse oder den steilen Weg neben der Skeletonbahn mit mehr als 10 % Steigung. Wir nahmen die Abkürzung und schoben die Räder hoch. Wir waren noch mit unseren alten Rädern unterwegs und in den Bergen wenig geübt. Die folgenden Strecke verläuft durch St. Moritz Dorf und auf einer höher gelegenen Straße nach Champfér. Von dort hinunter zum See und dort entlang nach Silvaplana.
 

Rundfahrt um zwei Seen bis Maloja

seerunde2D Länge: 29 km, Höhendifferenz: gering,
Höchster Punkt: Auf der Moutainbikestrecke
Strecke: Silvaplana - Sils - Maloja - Sils - Silvaplana
GPS-Daten: Seerunde.zip

Eine sehr schöne Rundfahrt folgt weitgehend dem Inntalradweg. Von Silvaplana um den gleichnamigen See nach Sils. Von dort verläuft der Inntalradweg bis Maloja auf der Straße, wir hatten uns für die Strecke auf der anderen Seite Silser See entschieden. Der erste Teil ist auch gut zu fahren, dann folgt ein Pfad mit groben Steinen und Wurzeln. Dieser Weg ist als Wanderweg und auch als Mountainbikestrecke ausgezeichnet. Aus Sicherheitsgründen haben wir dort unsere Räder geschoben. Ab der Halbinsel gibt es wieder eine befestigte Schotterstraße, später asphaltiert nach Maloja. Die Passhöhe wird nach nur 15 m Aufstieg erreicht. Das war unser erster Alpenpass, kaum zu glauben eine Fahrt in der Ebene zur Passhöhe.

silvaplana maloja surfen
Silvaplana am Morgen Die Malojastrasse nach Italien Windsurfen ab Nachmittag

Vom Bikertreff neben dem Pass schaut man dann hinunter auf die wirkliche Herausforderung, die liegt auf der anderen Seite. Von Chiavenna (250 m) bis Maloja (1815 m) sind es 34 km mit bis zu 12 % Steigung. Uns genügte ein Blick auf die unzähligen Serpentinen. Zurück sind wir dem Inntalradweg gefolgt, also auf der Straße am Silser See entlang. Die Straße ist breit genug und auch kein Problem, für Fotos gibt es genügend Ausweichbuchten direkt am See. Am Nachmittag gibt es an den Seen immer einen starken Wind, den berühmten Malojawind, deshalb ist der See ein Paradies für Windsurfer. Das sollte man bei der Planung von Radtouren berücksichtigen.
 

Lange Abfahrt vom Berninapass

tirano2D Länge: 48/39 km Rad/Zug, Höhendifferenz per Rad: bergauf 280 m, bergab 2100 m,
Höchster Punkt: Berninapass 2330 m
Strecke: Lagalb - Berninapass - Poschiavo - Tirano - Berninabahn - Station Berninapass - Lagalb
GPS-Daten: Tirano.zip

Das ist die absolute Traumtour, 1900 m nur bergab fahren. Als Startpunkt für diese Abfahrt bietet sich der große Parkplatz auf 2107 m bei der Lagalb-Seilbahn an. Diese Bahn ist nur im Winter in Betrieb, der Parkplatz ist kostenlos. An diesem Tag lag das Engadin unter Wolken, ab Lagalb war der Himmel wolkenlos. Bei 5°C starteten wir hinauf zum Berninapass auf 2330 m. Die Steigung beträgt bis zu 8 %. Erster Halt war am Berninahospiz, das liegt noch vor der Passhöhe. Dort wurden unsere alten Fahrräder bestaunt und fotografiert. Auf die Frage, wie kommt man damit den Pass hoch (?!) habe ich nur gesagt, dass wir am Morgen in Silvaplana losgefahren sind. Es hat ja niemand gefragt wie...

bepass variante leprese
Bernina-Passstrasse Variante abseits der Strasse Berninabahn in Le Prese

Vor dem Urlaub hatte ich an den Räder noch die Bremszüge erneuert und alles kontrolliert. Die Abfahrt auf der Straße ist gut zu fahren, es gibt reichlich Möglichkeiten für eine kleine Pause. Der Autoverkehr war auch überschaubar, außerdem ist man mit dem Rad auf der kurvenreichen Strecke auch nicht langsamer. Auf etwa 1650 m Höhe in Sfazu gibt es eine schöne Variante zur Straße, schmale Wege zunächst asphaltiert, dann Schotter, später auch mit Wiese aber immer ein fester Untergrund. Ab etwa 1150 m Höhe ist der Weg wieder asphaltiert und man trifft kurz danach wieder auf die Passstraße. Nach 200 m könnte man auf eine Seitenstraße bis Poschiavo ausweichen.

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Am Lago di Poschiavo Kreisviadukt von Brusio Blick über das Tal aus der Bahn

In Poschiavo hatten wir uns auf dem Markt mit hausgemachter Verpflegung eingedeckt. Hier beginnt eine lange ebene Strecke im breiten Talkessel. Bis hinter San Antonio fuhren wir wieder auf der Straße, dann auf landwirtschaftlichen Wegen bis Le Prese am Lago di Poschavio. Hier fährt die Berninabahn auch auf der Straße durch den Ort. Mit dem Rad biegt man gleich links ab ohne die Strasse zu queren. Weiter geht es direkt am See, daneben verläuft die Bahnlinie und etwas oberhalb die Straße. Hier laden viele Bänke am See zur Rast ein.

Ab Miralago wird das Tal sehr eng die Route verläuft wieder auf der Straße bis Tirano. In Brusio sollte man eine Pause am berühmten Kreisviadukt der Berninabahn einlegen. Da soll es auch einen Pfad geben, der durch das Viadukt führt und ein Wegstück abseits der Straße. Am Ortseingang von Tirano ist die Basilika einen Besuch wert und in Tirano gibt es sehr leckeres Eis. Aber als Erstes sollten die Fahrkarten für die Rückfahrt mit der Berninabahn gekauft werden, am Nachmittag fahren zwei Regionalzüge mit Fahrradtransport (ich meine um 16 und 17 Uhr). In Tirano war es mit 35°C sehr heiß.

Die Zugfahrt dauert knapp 2 Std. bis zur Passhöhe der Bahn. Von Dort führt eine steiler Weg ca. 60 m hoch zur Straße und dann hinunter zum Parkplatz Lagalb. Die Tour war ein sehr schöner Erlebnis mit viel Abwechselung: Start mit Blick auf die Gletscher am Piz Palü, durch einsame Landschaft mit Wald (Variante), ein weites Tal mit herrlichem See und zum Schluss die Weinberge um Tirano. Für die Kleidung das Zwiebelprinzip Pflicht, von 5°C auf 35°C in 4 Stunden mit reichlich Pause.
 

Ausflug in das Rosegtal

rosegtal2D Länge: 38 km, Höhendifferenz: bergauf 440 m, bergab 440 m
Höchster Punkt: Rosegtal 2010 m
Strecke: Silvaplana - St. Moritz - Lej da Staz - Pontresina - Rosegtal und zurück
GPS-Daten: Rosegtal.zip

Das Rosegtal ist ein Tal mit einem schönen Blick in die Gletscherwelt, es ist das Nachbartal des Morteratsch. Das Hotel Roseg liegt etwa 8 km im Tal und ist gut mit dem Rad zu erreichen, bis dort fahren auch Kutschen als Taxi ab der Bahnstation Pontresina. Mit dem Moutainbike kann man noch weit in das Tal hineinfahren oder wandern. Wir waren hier auch schon zu Fuß unterwegs. Die Route ab Silvaplana: Auf dem Inntalradweg an den Seen entlang bis St. Moritz dann zum Lej da Staz abbiegen und hoch bleibend nach Pontresina bereits oberhalb der Bahnstation in das Rosegtal einbiegen. Hier steigt die Schotterstraße ziemlich gleichmäßig mit 4-5 % an. Auf dem gleichen Weg zurück mit kleinen Varianten.

inn rosegtal roseg
Am jungen Inn Im Rosegtal Ende der Wegstrecke im Rosegtal

 

Ausflug in das Fextal

fextal2D Länge: 28 km, Höhendifferenz: bergauf 350 m, bergab 350 m,
Höchster Punkt: Fextal 2070 m
Strecke: Silvaplana - Sils - Fextal - Sils - Silvaplana
GPS-Daten: Fextal.zip

Das Fextal ist ein sehr malerisches Seitental ab Sils. Man kann etwa 8 km in das Tal hineinfahren, davon 6 km auf Asphalt, anschließend ein steiler Schotterweg. Die Route: Auf dem Inntalradweg bis Sils, dann etwas versteckt links sehr steil hinauf (bis 12 %). Anschließend wird der Weg flacher, um immer wieder in Wellen mit ca. 10 % anzusteigen. Ab dem Hotel Fex führt eine steile Rampe auf Schotter weiter hinein bis zur einer kleinen Berghütte. Auf der Rampe hatten wir die Räder geschoben, dann folgt noch ein leicht abschüssiges Wegstück bis zur Hütte. Es öffnet sich ein großer wegloser Talkessel.

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Kapelle Crasta Pause im Fextal Am Ende des Fextal


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